Die Saison startet bekanntlich am 1. Juni eines Jahres. Und auch bei den Tigers drehte sich letzte Saison das Personalkarussel ab Juni 2025. Trainer, Verteidiger, Stürmer, Neuzugänge, Vertragsverlängerungen, Harsefelder Spieler…Nach und nach füllte sich der Kader mit Finnen, Schweden, Kanadiern, Tschechen, Slowaken und einem Österreicher. Zusammen mit 11 Harsefelder Jungs und zwei Hamburgern bildeten sie den Kader 2025/26.
Zur Saisonvorbereitung und zum Kennenlernen verbrachten die Spieler wieder ein Wochenende in Vojens. Unter besten Voraussetzungen stimmte sich das Team auf die neue Saison ein.
Nach dem Trainingslager und einer sportlich sehr soliden Vorbereitung stand der Saisonstart kurz bevor. Gestartet wurde mit einem Freundschaftsspiel gegen sehr motivierte Stars aus Bremen. Das Spiel stand vor allem im Zeichen des Abschieds von unserem langjährigen Weggefährten Hermann Borchers, der überraschend kurz nach der letzten Saison am 7. April 2025 verstorben war. Nach einer kurzen Rede von der emotional sehr bewegten OIO Beauftragten Hanna Kries und einer Schweigeminute, kondolierten die Spieler – begleitet von dem Lied Komet (Udo Lindenberg x Apache 207) – seiner Witwe Meta Borchers. Mit diesem sehr emotionalen Moment starteten die Tigers in ihre 45. Saison.
Oktober
Bereits am ersten offiziellen Spieltag in der Hauptrunde wartete der amtierende Meister, die Harzer Falken auf das neu formierte Team von Chefcoach Sami Vire.
Sportlich war das Derby mit einem 3:2-Heimsieg sehr erfolgreich. Und der Saisonstart versprach eine Menge Perspektive in einer Mannschaft, die etwas Zeit brauchte, um zu funktionieren. Doch zwei Siegen (Falken und HSV) standen drei Niederlagen gegenüber. Gegen Timmendorf, Sande und Bremen war für das neuformierte Team nichts zu holen.
November
Die sportliche Tristesse bestimmte den Novemberalltag und wurde garniert mit einem hohen Krankenstand in unseren Reihen, die mehrfach zu knappen Auftritten führte und ihren Höhepunkt in der 1:9 Niederlage am 29.11. in Adendorf fand.
Ein Sieg (ECW 6:4), drei knappe Niederlagen und Spiele auf Augenhöhe gegen Adendorf, Crocodiles und Salzgitter – davon zwei in Overtime (AEC und SIF) – zeigten das sportliche Potenzial der Vire-Truppe. Leider reichte es im November trotzdem nur für fünf Punkte.
Stolz in guten Zeiten – treu in schlechten!
Dezember
Die Zuschauerzahlen blieben konstant, die Fans den Tigers treu. Und endlich – am Nikolaustag starteten die Niedersachsen eine Serie mit fünf Siegen in Folge. Nach dem Kantersieg der Heidschnucken im November konnte sich das Team um Kapitän Till Steffens am 6.12. endlich revanchieren und besiegte Adendorf mit 2:1. Es folgten die Siege über die Crocodiles, Icefighters und Weserstars.
Spektakulär wird allen aber der 14.12. in Erinnerung geblieben sein. Die Icefighters führten bis zur 55. Minute mit 3:1 und Juho Arminen drehte das Spiel in den letzten 4 ½ Minuten mit drei Toren und einem Assist zum Endstand von 3:5.


